175 Jahre Photographie

Vor 175 Jahren, genauer: am 19. August 1839, wurde vor der Akademie der Wissenschaften in Paris eine bahnbrechende Erfindung der Weltöffentlicheit präsentiert: die nach dem Franzosen Daguerre benannte Daguerrotypie, für die sich in den folgenden Jahren die Bezeichnung Fotografie einbürgern sollte. Der Begriff setzt sich aus den beiden griechischen Worten photos (Licht) und grapheïn (zeichnen, schreiben) zusammen und verdeutlicht bis heute das Prinzip dieser aus unserem Leben nicht mehr wegzudenkenden, mehr denn je allgegenwärtigen Bildaufzeichung. Ob auf polierten Silberplat­ten à la Daguerre, auf den Pa­piernega­tiven der Kalotypie nach Talbot, den Glas­platten nach dem Kollodiumver­fah­ren von Frederick Scott Archer, den Trocken­platten und Rollfilmen und den verschiedensten folgenden Verfahren bis hin zu enorm leistungsfähigen Foto­han­dys von heute – das Prinzip ist ge­blieben. Das bezieht sich nicht nur auf den technischen Weg, sondern auch auf die Vielfalt der Anwendung in Beruf und Hobby, in Wissenschaft und Kunst. Fotografie ist mehr als bildgewordenes Gedächtnis, sie ist im besten Sinne "Zeichnen mit Licht" – wie die Fotogra­­finnen und Fotografen dieser Ausgabe einmal mehr belegen.

Rudolf Hillebrand: Fine Art Fotografie

Rudolf Hillebrand: Online-Video zur Fotoausstellung